Kubernetes

Kubernetes (K8s) ist eine Open-Source-Plattform zur Orchestrierung von Container-Anwendungen. Ursprünglich von Google entwickelt und heute von der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) betreut, verwaltet Kubernetes das Deployment, die Skalierung und den Betrieb von Containerisierung in Produktionsumgebungen automatisch.

Warum Kubernetes für Webprojekte?

Sobald eine Anwendung aus mehreren Services besteht – Frontend, Backend, Datenbank, Cache, Worker – wird manuelles Container-Management unpraktikabel. Kubernetes automatisiert Skalierung bei Last, Neustart bei Ausfällen (Self-Healing), Rolling Updates ohne Downtime und Load Balancing über mehrere Instanzen. Für Webapps mit hohen Verfügbarkeitsanforderungen ist Kubernetes die Standardlösung.

Kernkonzepte: Pods, Services, Deployments

Pod: Kleinste deploybare Einheit – ein oder mehrere Container, die sich Netzwerk und Storage teilen. Service: Stabiler Netzwerk-Endpunkt, der Anfragen an Pods weiterleitet. Deployment: Definiert den gewünschten Zustand (Anzahl Replicas, Image-Version) und sorgt für automatische Konvergenz. Namespace: Logische Trennung von Umgebungen (dev, staging, production). ConfigMaps und Secrets: Konfiguration und Secret Management ohne Image-Rebuild.

Kubernetes und CI/CD

Kubernetes wird typischerweise als Zielumgebung in CI/CD -Pipelines eingebunden. Nach erfolgreichem Build und Test wird ein neues Container-Image in eine Registry gepusht und per kubectl oder GitOps-Tools (ArgoCD, Flux) im Cluster ausgerollt. Infrastructure as Code mit Helm Charts oder Kustomize definiert den gesamten Cluster-Zustand deklarativ.

Wann ist Kubernetes Overkill?

Für einfache Websites, statische Seiten oder kleine API -Projekte ist Kubernetes überdimensioniert. Docker Compose mit einem Reverse Proxy reicht für viele Szenarien. Die Komplexität von Kubernetes rechtfertigt sich erst bei Multi-Service-Architekturen, hohen Verfügbarkeitsanforderungen oder dynamischer Skalierung. Managed Kubernetes (GKE, EKS, AKS) reduziert den Betriebsaufwand erheblich.

Unser Ansatz

Für die meisten Kundenprojekte bei BTECH Solutions reicht Docker Compose mit Apache als Reverse Proxy – einfach, wartbar und kostengünstig. Kubernetes setzen wir gezielt ein, wenn Multi-Service-Architekturen mit hohen Verfügbarkeitsanforderungen gefragt sind. Dabei nutzen wir Managed Kubernetes (GKE/EKS), definieren Cluster-Konfigurationen als Infrastructure as Code mit Helm Charts und sichern Pods über Security Contexts, Network Policies und RBAC ab.